Ein Stein vom Herzen – Osterbotschaft von Pastor Holger Tielbürger

Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? (Markus 16,1-3)

Manchmal sieht es so aus, als würde alles Frohe und Helle von riesigen Sorgenbergen überschattet. Wie unter einem schweren Stein droht alles Leben zu ersticken. Die Finsternis scheint die Oberhand zu gewinnen und alle Hoffnung zu begraben. So Vieles, was die Menschen in diesen Tagen, verunsichert und verängstigt und wie im Schock erstarren lässt. Alte wie Junge fragen sich, was die Zukunft bringt, woran sie sich noch orientieren können, was am Ende trägt und hält.

 „Remember, no matter how dark and hopeless things seem, hold on, Sunday is coming and there’s hope in that resurrection.“ – „Bedenke, egal wie dunkel und hoffnungslos die Dinge auch scheinen mögen, halte dich daran fest: Der Sonntag kommt und darum gibt es Hoffnung durch die Auferstehung!“ Einer meiner Söhne, der zurzeit in London studiert, hatte mir Karfreitagabend dieses Zitat eines alten Baptistenpastors per Whatsapp geschickt. Erstmals waren in Großbritannien innerhalb eines Tages fast 1000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. 

„Bedenke, egal wie dunkel und hoffnungslos die Dinge auch scheinen mögen, halte dich daran fest: Der Sonntag kommt und darum gibt es Hoffnung durch die Auferstehung!“ Was für eine Nachricht, was für eine frohe Botschaft in schweren Zeiten: es gibt noch eine Hoffnung! Weil Jesus vom Tod auferstanden ist. Weil Jesus lebt und wir mit ihm auch leben werden.  Egal wie dunkel und hoffnungslos die Dinge auch im Moment erscheinen mögen, halte dich daran fest: Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung am Sonntagmorgen hat Jesus das Dunkel und den Tod und seine Schrecken ein für alle Mal besiegt. Das Licht des Lebens durchbricht die Finsternis und das Leben kann noch einmal neu beginnen. Nach dem Dunkel kommt ein neuer Morgen! 

Es dauerte eine ganze Weile, bis diese Nachricht bei den Menschen damals ankam. Es brauchte eine gewisse Zeit, bis sie die Nachricht fassen konnten. Erst allmählich begriffen sie, was es für sie bedeutete, als sie an diesem Morgen vor dem offenen Grab standen und es mit eigenen Augen sahen: Der Stein ist weggerollt, das Grab ist leer. „Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden! – Er lebt!“ Der alte Ostergruß erinnert seit Generationen daran, dass das himmlische Osterlicht die Dunkelheit vertreibt und Gottes versöhnende Liebe in die Welt strahlt. Jesu Tod am Kreuz von Golgatha war nicht das Ende. Nur zwei Tage später wird mit der Auferstehung Jesu von den Toten die größte Liebesgeschichte des Universums vorgesetzt: Denn so sehr liebt Gott diese Welt, dass er seinen einzigen Sohn für sie dahin gab, damit alle, die ihm vertrauen, Leben mit Ewigkeitswert haben! (nach Johannes 3,16)

Gottes Herrlichkeit erstrahlt seitdem über unserem Leben und erhellt das Dunkel der Welt. Das verändert alles. Darauf können wir vertrauen und darauf dürfen wir uns verlassen. Immer und immer wieder neu!

Herzliche Ostergrüße, Ihr Pfarrer Holger Tielbürger

 

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